Sportler des Jahres 2018

Sportler des Jahres 2018

Aaron Grosser auf Platz 1

Im Jahr 2015 war er schon mal nominiert, in diesem Jahr hat es erstmals mit dem Sieg geklappt: Aaron Grosser ist Sportler des Jahres. Und es sind beachtliche Zahlen, die der 22-Jährige vorlegen kann. 222 500 Kilometer hat der junge Hammer in seinem Leben bereits auf seinem Rennrad zurückgelegt, alleine im vergangenen Jahr war er fast 26 000 Kilometer beim Training oder bei Rennen unterwegs.

Und auch in den vergangenen Wochen hatte er während der Weihnachtsfeiertrage keineswegs die Füße hochgelegt, sondern im fünfwöchigen Trainingslager auf Mallorca in 130 Trainingsstunden 3500 Kilometer in die Pedalen getreten. „Dass ich dafür jetzt belohnt werde, das erste Mal Sportler des Jahres bin, das macht mich stolz und ist eine Ehre für mich“, sagt Grosser, der in diesen Tagen zwischen Mallorca und Hamm hin- und herpendelt.

Am 5. Januar war er von der Baleareninsel zurückgekehrt, weil er in Hamm für die Sportgala einen Videodreh absolvieren musste. Bereits zwei Tage später flog er erneut auf die Lieblingsinsel der Deutschen, um mit seinem neuen Bike Aid Pro Cycling Team, das zu den besten KT-Teams weltweit gehört, drei Trainingseinheiten zu bestreiten. Am Freitagmittag landete er wieder in Düsseldorf, fuhr mit dem Zug nach Hamm, suchte am Nachmittag schnell einen Friseur auf, ehe er den feinen Zwirn überwarf und sich auf den Weg nach Heessen zur Alfred-Fischer-Halle machte.

„Ich habe im vergangenen Jahr zwar nicht die großen Titel gewonnen. Aber umso schöner, dass meine Platzierungen gut eingeschätzt wurden und ich die meisten Stimmen erhalten habe“, sagt er.

So gehören die erneute Berufung in die U23-Nationalmannschaft, der zehnte Platz auf der ersten Etappe der Mallorca-Challenge, sein vierter Rang beim Grand-Prix auf Rhodos, Platz sechs beim Profirennen „Rund um Köln”, die Bronzemedaille bei der deutschen U23-Meisterschaft in Unna und der siebte Rang bei der ersten Etappe der Deutschlandtour zu seinen sportlichen und auch emotionalen Höhepunkten.

„Ich bin mit dieser Ausbeute absolut zufrieden. Wenn man sieht, was ich von 2017 bis 2018 für eine Entwicklung genommen habe, dann ist das schon klasse. Und wenn ich noch einmal so einen Sprung mache, dann kann ich es auch 2020 schaffen, mir meinen Traum als Berufsradfahrer zu verwirklichen“, sagt der Hammer, der sich nun in seinem neuen Team einfinden und behaupten muss.

Anfang Januar lernte er auf Mallorca seine Kollegen vom Team Bike Aid kennen – und der Eindruck war gleich ein positiver, auch wenn es noch einige Sprachprobleme gab. „Alle haben mich offen aufgenommen und waren sehr nett. Daher bin ich sehr glücklich und zufrieden“, sagt Grosser. „Aber es ist ein internationales Team. Ich muss also viel Englisch sprechen, das klappt noch nicht zu 100 Prozent.“

Im Laufe der Saison will er dann vor allem Taten und insbesondere Siege sprechen lassen. „Bike Aid ist sehr erfahren aufgestellt. Ich habe ein sehr gutes Rennprogramm mit vielen Rundfahrten. Mein Ziel ist es, möglichst oft ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Bei 70 oder 80 Renntagen ist es aber auch wichtig, dass der Körper gut regenerieren kann. Ich denke, das wird eine Herausforderung“, meint der Sprinter, der nun noch rund zehn Tage zuhause verweilen wird, ehe es ihn wieder Richtung Balearen zieht. Denn Ende Januar steht erneut die Mallorca-Challenge an.

Und dort will er nur zu gerne das erste Mal für Furore in seinem neuen Trikot sorgen. Vorher aber genießt er die Tage in Hamm: „Ich bin froh, mal ein bisschen zuhause zu sein.“

Quelle: WA.de

www.aarongrosser.de

2019-01-14T09:32:39+00:00Januar 14th, 2019|Uncategorized|